Das Weltcup Wochenende im tschechischen „Neustadt" in Mähren, hatte für das
Sabine Spitz Haibike Pro Team nicht sehr verheißungsvoll begonnen. Sabine Spitz
stürzte auf ihrer zweiten Trainingsrunde so schwer, dass man Anfangs Schlimmeres
befürchten musste. Dies bestätigte sich glücklicherweise nicht und das Team erschien
am Sonntag vollständig zum Start des dritten Mountainbike Weltcups 2012.
Allerdings musste die Olympiasiegerin mit dem Handicap zahlreicher Prellungen und
Hämatome ins Rennen gehen. Trotzdem war sie zuversichtlich in den Kampf um eine
Top-Platzierung eingreifen zu können. Nach gutem Start verlor Sabine Spitz aber
zusehends an Boden und musste sich am Ende mit Rang 17 begnügen. „Das ging
heute nicht so gut wie ich wollte, aber letztlich muss ich froh sein, dass ich überhaupt
starten konnte" sah es die Deutsche Meisterin mit gemischten Gefühlen. Ein Platz vor
ihr kam Tereza Hurikova ins Ziel die nach zwischenzeitlicher Schwächephase ein
superstarkes Finish zeigte und in der Schlussphase noch vier Plätze gut machte. Im
Rennen selbst hatte Kathrin Stirnemann das größte Pech. Schon direkt nach dem
Start wurde sie schuldlos in einen Massensturz verwickelt, so dass das gesetzte Top
25 Ziel schon von Beginn an außer Reichweite war. Mit Schmerzen biss sich die junge
Schweizerin aber trotzdem durch und kam auf Rang 35 ins Ziel.
Eigentlich hatte sich Olympiasiegerin Sabine Spitz für den Weltcup in Tschechien viel
vorgenommen. Die Strecke gefällt ihr und die gute Form hatte sie in den letzten Renneinsätzen
mehrfach unter Beweiß gestellt. Doch schon am Donnerstag auf der zweiten Trainingsrunde
wurde dies alles in Frage gestellt. Nach einem Drop überschlug sie sich und landete auf dem
Rücken in einem Steinfeld. Ein völlig ramponierter Cratoni Helm und zahlreiche Prellungen - vor
allem an Schulter und Rücken - zeugten von dem harten Aufschlag. Sie hatte großes Glück.
Trotz Schmerzen versuchte sie sich davon möglichst wenig beeinflussen zu lassen und trainierte
schon am nächsten Tag wieder auf der sehr anspruchsvollen Runde. Die Zuversicht kam zurück,
denn trotz der Nachwehen kam sie einigermaßen gut zurrrecht. Allerdings stellt das Renntempo
nochmals eine ganz andere Belastung für den Organismus dar. So gelang es nur in der
Startrunde, dass hohe Tempo an der Spitze mitzugehen. Danach war es für Sabine Spitz nicht
mehr möglich sich 100%ig zu belasten. Als 17. hatte sie im Ziel 4:10 Min Rückstand auf die
Siegerin Julie Bresset (FRA, 1:29:17 Std.) „Ich werde mich diese Woche nochmals durchchecken
lassen und hoffe, dass ich mich bis zum nächsten Wochenende wieder einigermaßen regeneriert
habe" schaute Sabine Spitz nach vorne.
Das Heimrennen von Tereza Hurikova wurde einmal mehr von zigtausenden Zuschauern
begleitet und die Autogrammkarten der hübschen Tschechin - die in ihrer Heimat sehr populär
ist - waren äußerst begehrt. Nach perfektem Start aus der vierten Startreihe hatte sie eine gute
Ausgangslage, das Ziel Top 20 in die Tat umzusetzen. Sie verlor zwar zwischenzeitlich noch mal
ein wenig an Boden, wurde dann aber von den begeisterten heimischen Fans wieder nach vorne
getrieben. Im letzten Renndrittel machte die Tschechische Meisterin noch viele Plätze gut und
sicherte sich so mit Rang 16 die beste Weltcupplatzierung in diesem Jahr. „Ich bin glücklich,
dass es hier zu Hause endlich mal mit einer guten Weltcupplatzierung geklappt hat, nachdem ich
in anderen Rennen ja schon sehr erfolgreich war. Das macht mir viel Mut für das nächste
Weltcup-Wochenende in Frankreich" freute sich Tereza Hurikova.
Für Kathrin Stirnemann ging es beim 3. Weltcup vor allem um die EM-Qualifikation Dafür hätte
sie sich unter den besten 25 platzieren müssen. Eine realistisches Ziel, denn die Form war gut
und die sehr technische Strecke kann ihr und ihrem 29er-Haibike sehr entgegen. Als eine der
wenigen sprang sie sogar den „Double"-Sprung in der so genannten „BMX" Sektion. Leider
wurden alle Erwartungen schon kurz nach dem Start jäh zunichte gemachte. Direkt vor ihr kam
eine Konkurrentin zu Fall, so dass eine Kollision und Sturz unvermeidbar waren. „Ich hatte keine
Chance auszuweichen. Ich bin auf die Hüfte geknallt und hatte Schwierigkeiten wieder auf das
Bike zu kommen" schilderte sie die Ereignisse. Mit viel Kampfgeist schaffte sie es aber wieder ins
Rennen zu kommen und noch Platz 35 einzufahren. „Mehr war nicht mehr möglich unter den
Umständen" zog sie Bilanz.
Weitere Informationen rund um das Sabine Spitz Haibike Pro Team:
www.sabinespitzhaibikeproteam.de
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