Das Weltcup-Wochenende in den Vogesen/ Frankreich begann mit einem echten
Paukenschlag für das Sabine Spitz Haibike Pro Team. Schon am Freitagabend
schaffte die junge Kathrin Stirnemann (SUI) in der neu geschaffenen Mountainbike
Weltcup Disziplin „Eliminator" als Dritte sensationell den Sprung auf das Podium und
stellte damit ihr besonderes Talent für diese MTB Sprintdisziplin unter Beweis - in der
neben Technik vor allem Schnelligkeit gefragt ist. Sabine Spitz und Tereza Hurikova
(CZE) verzichteten auf den Start über die Kurzdistanz und konzentrierten sich ganz
auf das Cross-Country Rennen am Sonntag. Zu Recht, den die Anforderungen waren
extrem. Fünf Mal musste ein nicht enden wollender, steiler Anstieg bewältigt werden.
Wobei die anschließenden Abfahrten auch nicht gerade der Erholung dienten.
Olympiasiegerin Sabine Spitz gelang es trotzdem bei diesen für sie schwierigen
Bedingungen mit Rang 10 für ein weiteres Top-Ten Ergebnis zu sorgen, was nicht
unbedingt zu erwarten war. „Nach den Problemen der letzten Woche und einer
Strecke die meinen Fähigkeiten so gar nicht entgegen kam, bin ich mit Platz 10 sehr
glücklich und auch froh heil im Ziel zu sein" zeigte sich die Deutsche Meisterin im Ziel
erleichtert und spielte damit auf eine der vielen Stürze an. Davon betroffen war auch
Teamkollegin Tereza Hurikova. Ein Sturz in der zweiten Runde brachte sie völlig aus
dem Konzept. Mit viel Moral wurde es am Ende doch noch Rang 29 für sie. Kathrin
Stirnemann hatte im Cross-Country Rennen großes Pech. Ein aufgeschlitzter
Hinterradreifen warf sie weit zurück und lies nur Rang 51 zu.
Auf der extrem steilen, teils gefährlichen und bei Sabine Spitz nicht sonderlich geliebten Strecke
in den Vogesen - wo der Weltcup Tross erstmals Station machte- zeigte die Olympiasiegerin,
dass es nach dem sturzbedingten Problemen der Vorwoche wieder aufwärts geht. Dabei kam
Sabine gar nicht so gut weg wie erhofft. Eine Konkurrentin drängte sie nach dem Start in eine
Absperrung, was viele Plätze kostete. Die Aufholjagd auf der engen Strecke bei rutschigen
Bodenverhältnissen kostete zusätzlich Kraft, brachte sie aber schon nach der ersten vollen
Runde von Rang 18 auf 8 nach vorne. Lange gelang es der Deutschen Meisterin allerdings nicht
den Speed der Mitstreiterinnen zu halten und fiel in den folgenden Runden auf Rang 10 zurück.
„Ich konnte am Berg nicht ganz den Rhythmus der Schnellsten halten." bekannte sie. Die
weiteren Verfolgerinnen hielt Sabine Spitz bis ins Ziel aber sicher auf Distanz.
Eigentlich schien die „Old-School" Runde wie gemacht für Tereza Hurikova. Lange Anstiege liebt
sie und fahrtechnisch kam sie im Training auch sehr gut zurecht. Es war dann aber einer dieser
vielen technischen Passagen, die ihr zum Verhängnis wurde. Eine kleine Unaufmerksamkeit
führte zum Sturz, der glücklicherweise glimpflich verlief, aber Rhythmus und Selbstvertrauen
raubten. In der Folge bis auf Rang 38 zurückgefallen, kam sie erst zum Ende der fünften Runden
wieder besser zurecht und schaffte noch den Sprung unter die besten 30.
Ihren großen Tag hatte Kathrin Stirnemann schon am Freitag. Vor den Live-Kameras des
französischen Fernsehens und vielen Tausend Zuschauern im idyllischen Dorfkern von
La Bresse zeigte sie ihre Sprint-Qualitäten. Qualifikation und Viertel-Finale waren fast nur Pflichtübung. Im
Halbfinale traf sie dann auf die höher eingestuften Sprint-Spezialistinnen Anke Beerten (NED)
und Tracy Mosley (GBR). Taktisch klug wartete Kathrin Stirnemann bis sie am letzten kurzen
Anstieg der 700m langen Runde an der führenden Engländern spektakulär vorbeizog und
souverän siegte. Im Finale schaffte Kathrin dann noch der Sprung aufs Podium. „"Ich bin
überglücklich über diesen ersten Podestplatz beim Eliminator-Weltcup. Das 29er Haibike hat
super funktioniert und mit den Schwalbe Furious Fred Reifen hatte ich perfekten Grip auf der
Asphalt-Runde, was viel Sicherheit brachte„ freute sie sich im Ziel. Auch am Sonntag lag die
junge Schweizerin gut im Rennen. Platz 28 in der ersten Runde war eine blendende
Ausgangslage. Ein Reifendefekt und anschließende Schaltprobleme, die zum erneuten
Boxenstopp zwangen, ließen Kathrin Stirnemann dann aber weit zurückfallen. „Schade ich hatte
mich recht gut gefühlt." war sie im Ziel enttäuscht.
Weitere Informationen rund um das Sabine Spitz Haibike Pro Team:
www.sabinespitzhaibikeproteam.de
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